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Sommerkonzert am 27.06.2017

Junge Sinfonie gegen Lüge und Barbarei

Susanne Eckstein | 28.06.2017

Foto:  Eckstein

„Es ist an der Zeit“, mahnte das Sommerkonzert-Motto der Jungen Sinfonie Reutlingen. Als Gäste wirkten der junge Chor „Lacuna“ vom Sängerbund Lichtenstein und Sebastian Fuß als Solopianist mit; die Leitung hatte Rainer M. Schmid.

Mit ihrem aktuellen Programm haben sich die Junge Sinfonie und ihr Leiter Rainer M. Schmid weit aus dem sinfonischen Fenster gelehnt. Ihr Anliegen: aufmerksam zu machen auf ein unrühmliches Jubiläum (101 Jahre 1. Weltkrieg) und die gefährdete Lage der Menschheit.

Sommerkonzert am 27.06.2017

Konzert - Junge Sinfonie bezieht musikalisch Stellung

Gegen Gewalt und Krieg

VON ISABELLE WURSTER

REUTLINGEN. Vom ersten Ton an lagen Ernst und klanglich ausdrucksvolle Anteilnahme am derzeitigen Weltgeschehen im Konzert der Jungen Sinfonie - und eine Rückbesinnung an die tragischen Katastrophen der Weltkriege. Aber auch die Freiheit des Swings erklang. Mit ihrem Sommerkonzert am Sonntag in der Stadthalle setzten die jungen Musiker und ihr Dirigent Rainer M. Schmid ein Zeichen gegen Gewalt. Hannes Waders Liedzitat »Es ist an der Zeit« zeichnete das Programm. Die Uraufführung von Pavel Klimashevskys Arrangement, Gershwins »Rhapsody in Blue« und Honeggers »Symphonie liturgique« untermauerten eindrucksvoll die Friedenssehnsucht und den Schrecken, der Kriegen innewohnt.Ein Schauer jagte durch den nur zu einem Drittel besetzten Konzertsaal, als Klimashevskys Bearbeitung von Hannes Waders Lied »Es ist an der Zeit« einsetzte - mit einem scharfen, von den Geigen gesetzten Schrei. Eigens für das Orchester von Klimashevsky arrangiert, zeichneten die jungen Sinfoniker Klang- und Rhythmusüberlagerungen, die entrückten und faszinierten. Wie von Asche verdeckt erklangen wiederkehrend gewollt verzagende und zurückgedrängte Jazz-Soli einzelner Instrumente. Diese erstrahlten nicht in Gänze, sondern blieben im Chaos der Schichten gefangen - so auch beim Arrangement von Hannes Waders »Es ist an der Zeit«, gesungen vom »Lacuna«-Chor des Sängerbundes Lichtenstein. Zum beschwingt und harmlos wirkenden Gesang »Du hast ihnen alles gegeben, deine Kraft, deine Jugend, dein Leben« mischte sich der fade Beigeschmack von subversiv wiederkehrenden Marschtrommeln, Kurt-Weill-ähnlichen Parodiemomenten und zusammenstürzenden Strukturen, die in ein abrupt verklingendes Finale gründeten.

Herbstkonzert am 22. Oktober 2017

So. 22. Oktober 2017 19:00

 

Stadthalle – Großer Saal

 

Solistin: Nicola Pfeffer (Violoncello)

Leitung: Rainer M. Schmid

 

Das Publikum erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit starken Kontrasten:

Leoš Janáček Andante-Adagio-Scherzo aus der Suite „Idyla“ (1878)

Bernd Alois Zimmermann „Rheinische Kirmestänze“ für 13 Bläser (1962)

Sergei Rachmaninow „Youth“ Symphony d-Moll (R. komponierte das 15minütige Werk 1891 mit achtzehn Jahren)

Anton Dvořák Konzert h-Moll für Violoncello und Orchester (1895)

 

Solistin ist die junge Tübinger Cellistin Nicola Pfeffer. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" erspielte sich Nicola sechs erste Bundespreise und erhielt für herausragende Leistungen mehrere Preise im In- und Ausland. Seit WS 2015/16 studiert Nicola bei Prof. Conradin Brotbek an der Musikhochschule Stuttgart.

 

Der VVK startet ab dem 25.09.2017

Musikhaus Schäfer, Metzgerstr. 6a, Reutlingen

Stadtbücherei Pfullingen, Marktplatz 2/2

 

Sommerkonzert am 25. Juni 2017

SONNTAG, 25. JUNI - 19 UHR

STADTHALLE REUTLINGEN

- An der Zeit -

Pavel Klimashevsky   „Es ist an der Zeit“ (2016)

                                      (Arr. H. Wader)

George Gershwin        „Rhapsody in Blue“ (1924)

                                      für Orchester und Klavier

Arthur Honegger         Sinfonie Nr. 3 (1946)

                                       „Liturgique“

Solist

Sebastian Fuß (Klavier)

Chorensemble „Lacuna“

Leitung

Rainer M. Schmid

Karten (10,-/5,- Euro erm.) ab 29.05. bei Musikhaus Schäfer, Metzgerstr.6a Reutlingen, Stadtbücherei Pfullingen und an der Abendkasse

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Reutlinger Generalanzeiger, 02.01.2017

Das Können junger Persönlichkeiten

VON CHRISTOPH B. STRÖHLE

REUTLINGEN. Es steht einer Stadt, die Kulturstadt sein will und ist, gut zu Gesicht, auf das zu blicken, was nachwächst. In puncto klassische Musik ist das eine ganze Menge, wie das Silvesterkonzert der Jungen Sinfonie Reutlingen am Samstag geradezu mustergültig vor Augen führte. Im voll besetzten Saal der Freien Georgenschule trat nicht nur ein glänzend aufgelegtes Orchester auf – gleich fünf Solisten, die allesamt aus der Region kommen, fesselten zudem mit stupenden Darbietungen.

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