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Herbstkonzert am 21. Oktober 2018

JUNGEN SINFONIE REUTLINGEN

Herbstkonzert

21. Oktober 2018 - 19 Uhr

Stadthalle Reutlingen

 

Auf das Publikum wartet ein buntes Programm mit  Ouverturen und Arien aus Oper und Operette von Mozart über Nicolai bis zu Lehár.

Solistin ist die Sopranistin Julia Hinger, die zur Zeit  an der MH Saarbrücken Gesang studiert. Julia stammt aus Unterhausen und war lange Jahre Cellistin in der Jungen Sinfonie. Man kennt sie im Echaztal und darüber hinaus als versierte Sopransolistin.

Nach der Pause folgt Kurt Weills zweite Sinfonie (1933). Mit ihrem über weite Strecken „schattenhaften“ Charakter mit vorüberhuschenden Streicherflächen und Melodien wie Relikten, wirkt die Sinfonie wie ein Abgesang auf vorangegangene erfüllte Zeiten – vorahnungsvoll und  resignativ -.

 

Leitung: Rainer M. Schmid

Karten (10,-/5,- Euro erm,) bei Musikhaus Schäfer, Metzgerstr. 6 a Reutlingen, Stadtbücherei Pfullingen und an der Abendkasse

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Sommerkonzert am 24. Juni 2018

JUNGE SINFONIE REUTLINGEN                           Gesellschaft der Musikfreunde e.V.

                                                                                  GDM Reutlingen

Sonntag, 24. Juni 19 Uhr

Stadthalle Reutlingen

 

- romantische Raritäten -

 

Hilding Rosenberg          Vorspiel zur Ballett-Pantomime

                                          „Das Jüngste Gericht“ op. 48 (1929)

Max Bruch                       Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 (1868)

Edward Macdowell         Zweite (Indianische) Suite op. 48 (1890)

 

Solistin  Eva Schall (Violine)

Leitung  Rainer M. Schmid

 

Karten (10,-/5,- Euro erm.) bei Musikhaus Schäfer, Metzgerstr. 6 a Reutlingen, Stadtbücherei Pfullingen und an der Abendkasse.

Mehr Informationen zu Eva Schall finden Sie in der Vollansicht.

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SILVESTERKONZERT am 31.12.2017

So. 31.12.2017

Georgensaal Reulingen - 18 Uhr

 

Franz von Suppè       Ouverture „Leichte Kavallerie“

Richard Strauss        „Duett-Concertino“ für Klarinette und Fagott

Sergej Prokofjew      „Peter und der Wolf“ für Sprecher und Orchester

Johannes Brahms     Ungarischer Tanz Nr. 5 (Arr. A. Parlow)

 

Solisten

Cornelia Prauser (Sprecherin)

Rebecca Haas (Klarinette)

Lorenz Hofmann (Fagott)

Leitung

Rainer M. Schmid

 

Eintritt frei - Restkarten an der Abendkasse verfügbar

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Karten Silvesterkonzert

Die Karten für das Silvesterkonzert der Jungen Sinfonie Reutlingen am 31.12.2017 haben wir am 16.12.2017 bereits komplett verteilt.

Die noch verfügbaren Restkarten verteilen wir, wie jedes Jahr, an der Abendkasse.

 

 

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage!

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Sommerkonzert am 27.06.2017

Junge Sinfonie gegen Lüge und Barbarei

Susanne Eckstein | 28.06.2017

„Es ist an der Zeit“, mahnte das Sommerkonzert-Motto der Jungen Sinfonie Reutlingen. Als Gäste wirkten der junge Chor „Lacuna“ vom Sängerbund Lichtenstein und Sebastian Fuß als Solopianist mit; die Leitung hatte Rainer M. Schmid.

Mit ihrem aktuellen Programm haben sich die Junge Sinfonie und ihr Leiter Rainer M. Schmid weit aus dem sinfonischen Fenster gelehnt. Ihr Anliegen: aufmerksam zu machen auf ein unrühmliches Jubiläum (101 Jahre 1. Weltkrieg) und die gefährdete Lage der Menschheit.

Zum einen mit einer Neufassung des 76er-Protestsongs „Es ist an der Zeit“, ursprünglich englisch („The Green Fields of France“), hierzulande bekannt durch Hannes Wader und dessen Text, nun eigens für die Junge Sinfonie arrangiert von Pavel Klimashevsky. Von diesem stammt auch das Jazz-inspirierte „Decemberdy“ – ebenfalls für die Junge Sinfonie komponiert –, das quasi als Prolog vorangestellt wurde. Für das stets verjüngte Orchester bildete es eine Herausforderung, äußerst konzentriert folgte es Schmids präzisem Dirigat und dem Notentext.

Singen ist Tradition bei der Jungen Sinfonie – man denke nur an die Dreingaben; für vollen Chorklang reichen die Stimmen aber nicht. Gut, wenn man entsprechende Kontakte nutzen kann: Maria Eiche, Stimmführerin der 2. Geigen und NWO-Dirigentin, leitet nebenher das Vokalensemble „Lacuna“ im Sängerbund Lichtenstein. Dieses übernahm nun den Chorpart von „Es ist an der Zeit“. Es wurde tadellos gesungen und musiziert; auch Orchesterleute sangen mit. Der Komponist hat die Instrumente behutsam eingesetzt, so dass Lied und Anklage im Vordergrund blieben. Mancher Alt-68er mochte den rebellischen Unterton vermissen; vielleicht hätte dem Inhalt ein Textabdruck mehr Kraft verliehen? „Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein / dann kann es gescheh‘n, daß bald niemand mehr lebt“ – wie beklemmend aktuell!

Als positives Gegenstück konnte man George Gershwins „Rhapsody in Blue“ verstehen, den populären Ohrwurm-Mix aus Jazz, Klassik und Klezmer, Musik eines Emigrierten, nicht resignativ, sondern aktiv vorwärtstreibend. Zumal in der Interpretation von Sebastian Fuß, langjähriger Schüler von Angela-Charlott-Linckelmann und Guthörle-Stipendiat: Mit sensiblem Anschlag und farbiger Tongebung, vor allem aber mit einer gehörigen Portion Spielwitz lockte er das Orchester aus der Reserve und verführte das Publikum zum Mitwippen und Schwelgen. Letzteres spendete begeistert Applaus, Fuß bedankte sich mit einer Solozugabe.

Ein herbes Bekenntniswerk von 1946 beschloss das Programm: die Sinfonie Nr. 3 (die „liturgische“) von Arthur Honegger. Darin hat er das damals noch frische Kriegserlebnis in drei Sätze gefasst, mit brutalen Ostinati in den Ecksätzen, einem vielstimmigen, vielschichtigen Gebet in der Mitte und einem kleinen Hoffnungsschimmer zum Schluss. Zwar gehört das Stück zum Repertoire der Jungen Sinfonie, für viele Mitspieler jedoch dürfte es neu gewesen sein; eine Gratwanderung nicht nur mit Blick auf die komplexe Partitur, sondern auch auf die Spannung von Kultur und Barbarei: Wie bekämpft man Gewalt mit den Mitteln eines Kulturorchesters? Die Grenzen des kultivierten Orchesterspiels wurden weder vom Komponisten noch von der Jungen Sinfonie überschritten; letzterer konnte man sogar mehr Mut zur Dissonanz wünschen, um diese unbequeme Musik – über die korrekte Wiedergabe hinaus – in Struktur und Aussage zu schärfen. Dennoch: große Anerkennung, lang anhaltender Beifall.

 

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